Jan 05
Steffi | Foto: AnimexxOnlinewelten

Steffi | Foto: AnimexxOnlinewelten

Uff… also ehrlich gesagt, ich mache ja sowieso kein Geheimniss daraus, dass ich noch Jungfrau bin und dazu sag ich auch gleich, dass meine einzigste Beziehung 14 Jahre her ist und nur etwa 2 Wochen anhielt. Zudem sind die Umstände dieser Beziehung äußerst fragwürdig gewesen. Mit meinen 28 Jahren als Jungfrau gehöre ich jedenfalls zu einer Minderheit. In den letzten Jahren ist der Wunsch nach einer Beziehung leider etwas rückläufig, da mich mein letztes Date – nennen wir sie mal im weiteren Verlauf Steffi – zunächst in wohliger Hoffnung nach Hause fahren ließ, um sich dann ein paar Tage später spontan nie wieder bei mir zu melden. Wir hatten nach dem Date sogar noch schriftlich Kontakt, wo sie keinerlei negative Andeutungen über unser Treffen machte und sogar Verständnis für meine Nervosität bekundete. Ja, das Thema geht mir immernoch recht nahe, obwohl es bereits 28 Monate her ist. Seit der Erfahrung begegne ich jeder Frau zwanghaft gefühlsneutral.

Sarah markiert auf einem alten Gruppenfoto | Foto: Vinkenberg Grundschule

Sarah markiert auf einem alten Gruppenfoto | Foto: Vinkenberg Grundschule

Chronologisch betrachtet begann mein Liebesdilemma in der Grundschule mit meiner damals besten Freundin Sarah, quasi direkt danach traf mich der Schlag in der 7. Klasse mit meiner Mitschülerin Kerstin und nach der Begegnung mit einer schönen Unbekannten war dann halt irgendwann die Story mit Steffi.

Sarah und ich waren vom Kindergarten, über die Grundschule und bis zur 7. Klasse der Realschule immer in der selben Gruppe/Klasse und waren gute Freunde. Schon während der Grundschule verliebte ich mich in sie und hielt es immer im Geheimen. Nachdem ich nun von der Real- auf die Hauptschule versetzt wurde und diese fragwürdige, 2-wöchige Beziehung war, habe ich erst die Gelegenheit genutzt, ihr meine Gefühle zu offenbaren. Wir haben verabredet, dass wir uns Briefe schreiben, in denen wir festhalten, was wir so über den anderen denken. Sie schrieb über unsere Freundschaft und wie wichtig diese für sie ist und ich nunmal mein Liebesgeständnis. Wenig später zerbrach die Freundschaft. Kleiner Funfact: Erst viel später wurde mir das Wort „gefriendzoned“ ein Begriff.

Sarah 2009 | Foto: Facebook

Sarah 2009 | Foto: Facebook

Zu dem Zeitpunkt kannte ich Kerstin zumindest vom sehen her bereits, da ich in der neuen Klasse auf der Hauptschule bereits anfing zum Inventar zu gehören. Sie ist anfangs aufgrund ihrer Schönheit eine willkommene Ablenkung meines Herzschmerzes gewesen und irgendwie wurde sie in meinem Kopf dann doch fast genauso allgegenwärtig wie zuvor Sarah. Da ich mir bewusst war, dass ich nicht im entferntesten ihr Typ bin, habe ich ihr auch keine Signale gesendet. Erst bei der Abschlussfeier bemerkte ich ganz spontan, dass mir Kerstin unter Umständen doch etwas fehlen würde. Also habe ich mich zum ersten Mal in meinem Leben betrunken und allen erzählt, was ich von ihr denke, außer Kerstin selbst. Irgendwann hat sie es natürlich von Mitschülern erfahren und seitdem sind wir befreundet, auch wenn ich rückblickend sagen muss, dass es gerne auch etwas mehr hätte sein dürfen.

Nach einem Jahr nichts-tun nach dem Hauptschulabschluss, begann ich ein Berufsgrundschuljahr in Elektrotechnik am Berufskolleg Witten, welches ich nach 6 Monaten abbrach. Während dieser Zeit fiel mir ein Mädchen in den Pausen auf. Klein, schlank, schwarze Haare, punkige/alternative Klamotten, trug Blumen im Haar, volle Lippen, wahrscheinlich midestens ein Elternteil ausländischer Herkunft. Ich fand sie total ansprechend und süß. In einer Pause lief sie mit einer Freundin zusammen mit einem selbstgebastelten Schild durch die Gegend auf dem sowas stand wie „Free Hugs. Kiss 1€“ und sie riefen mir und einen Stufenkollegen, mit dem ich grad dort stand, im vorbeigehen zu „für euch auch Küsse kostenlos“. Ich habe überhaupt nicht registriert, was da grad Sache war und hab sogar eine leicht ablehnene Andeutung gemacht. Ich habe sie darauf auch nie angesprochen und mir fiel erst auf, was für eine Gelegenheit ich da habe verstreichen lassen, als ich am Berufskolleg bereits die Segel gestrichen hatte. Mir geht heutzutage noch manchmal über Nächte nicht aus dem Kopf was mir gutes hätte wiederfahren können. Ich stand doch auf sie.

Der Haupteingang des BK Witten 2007 | Foto: Stayfriends

Der Haupteingang des BK Witten 2007 | Foto: Stayfriends

Zwischen 1986 und 2015 gab es also scheinbar nur 5 Frauen, die jemals mein unmittelbares Interesse an einer Beziehung weckten. Heute stieß ich auf den Wikipedia-Eintrag Absolute Beginners. Darin finde ich mich sowas von wieder, dass es ja fast schon eine Wohltat ist. Es gibt tatsächlich normale Menschen, die sich bei der Partnersuche genauso blöd oder noch blöder anstellen wie ich. Jetzt ergänze ich den Eintrag zu den Ursachen für die Beziehungslosigkeit mit meinen Erfahrungen und komme langsam zum Ende dieses auslabenen Blog-Eintrags.

 

Zitat wikipedia.de:

Im Jahre 2004 wurde das erste deutschsprachige Buch über die Absolute Beginners veröffentlicht. Mittlerweile sind vier Bücher zum Thema erschienen, darunter eine Diplom-Arbeit und eine Dissertation.

Ein Ergebnis dieser Publikationen ist, dass es den typischen AB nicht gibt. Das gängige Klischee des männlichen ABs, der mit 40 Jahren noch zuhause bei seinen Eltern lebt und dadurch potentielle Partnerinnen abschreckt, trifft in der Realität ebenso wenig auf die Mehrzahl der Fälle zu wie das der beziehungslosen Frau, der alle männlichen Kandidaten „nicht gut genug“ sind. Genauso wenig stimmen die Vermutungen, dass männliche ABs sich vor allem aus Informatikern rekrutieren oder weibliche ABs zwangsläufig still und ungesellig sind.

Die von Arne Hoffmann und Maja Roedenbeck interviewten beziehungslosen Männer waren von Beruf u.a. Lehrer, Pilot, Anwalt, Arbeitsloser und Student, Informatiker und Sozialpädagoge. Die beziehungslosen Frauen bekleideten die Berufe Erzieherin, Bankkauffrau, Steuerberaterin, Bibliothekarin und Sekretärin. Die Vielfalt der vorkommenden Berufe lässt den Schluss zu, dass kein Zusammenhang zwischen Beruf und unfreiwilliger Beziehungslosigkeit besteht. Das ABtum ist somit nicht auf die Vertreter von bestimmten gesellschaftlichen Schichten beschränkt.

Aus der Vielzahl der von ihnen dokumentierten Biographien konnten die Autoren einige wiederholt vorkommenden Faktoren in den Lebensläufen und dem Verhalten der Betroffenen herausarbeiten, die als Ursachen für Beziehungslosigkeit anzusehen sind:

Schüchternheit Tatsächlich bin ich sehr schüchtern und vertraute zum Beispiel bei dem Date mit Steffi darauf, dass ich beim zweiten Treffen diese Schüchternheit ablegen kann, da sie nicht den Eindruck vermittelte, ich würde sie nicht interessieren. War dann doch weit gefehlt. Da ich so mitgeteilt bekam, dass ich meinen Eindrücken nicht trauen kann, bin ich eher noch gehemmter.

Geringes Selbstbewusstsein, Minderwertigkeitsgefühle, niedriger Selbstwert – allgemein und in Bezug auf die Einschätzung der eigenen Attraktivität als Partner Ich finde, dass ich wirklich ganz annehmbar aussehe, jedoch zweifel ich daran, ob ich meiner Partnerin wirklich stabilität bieten kann und sie wohlmöglich nicht noch runterziehe – wirtschaftlich und emotional gesehen.

Fehlen der notwendigen sozialen Kontakte zum Kennenlernen potentieller Partner und zum Beziehungsaufbau
Trifft auch zu. Mein Freundeskreis ist klein und die Unternehmungen beschränken sich auf Zocken, Fußball und Pokern.

Nicht-Beherrschen von Small-Talk- und Flirt­fähigkeiten
Kann ich ebenfalls nicht. Ich verhaspel mich schnell, wenn ich nicht die Zeit habe über meine Worte nochmal nachdenken zu können. Dann rede ich grammatikalischen Unfug wie ein Kindergartenkind. Wenn ich mir die Zeit nehme über das nachzudenken, was im Gespräch grad angesagt ist, kommt das bisweilen auch seltsam rüber.

Man kann sich nicht angemessen reizvoll darstellen, ist beispielsweise ein Modemuffel
Würde ich jetzt nicht unbedingt sagen. Ich halte Mode zwar für unwichtig, dennoch gehe ich auch nicht im 80er-Jahre-Jogginganzug einkaufen.

Zu hohe Ansprüche an den Partner
Sie muss mir optisch und charakterlich gefallen und da ich keine bestimmten Vorstellungen habe, außer dass sie eine schlanke bis normale Figur haben und kleiner als 176cm sein muss, sind da sehr viele, potenzielle Kandidatinnen übrig.

Problematische Einstellungen zu Körperlichkeit, zu Liebesbeziehungen und zum anderen Geschlecht, evtl. im Elternhaus vermittelt
Eher die natürliche Hemmschwelle. Berührungsängste habe ich zumindest dann, wenn es nicht sicher ist, ob sie mich überhaupt symphatisch findet. Ich will ja keinen fiesen Ruf als mieser Grapscher abkriegen.

Wenig ausgeprägtes geschlechtsspezifisches Verhalten (unweiblich / unmännlich)
Ich bin männlich genug. Nur von rumgockeln und sich ständig für was Besseres ausgeben halt ich nicht viel. Für viele Südländer kann ich mich nur fremdschämen.

Unkenntnis der Regeln, nach denen die Beziehungsanbahnung heutzutage abläuft. Als Folge davon werden Signale von Interessenten und eigene Chancen nicht erkannt
Ja, die Story mit der süßen Unbekannten vom Berufskolleg kommt mir da in den Sinn. Irgendwie hätt ich es schon lieber wenn da eine einfach zu mir kommt und sagt gleich „Hey, ich find dich süß.“ oder so. Ich weiß selbst, dass das etwas naiv ist.

Zu große Angst oder zu viel falscher Respekt, um eine sexuell gefärbte Kontaktaufnahme einzuleiten
Genausowenig, wie ich den Ruf als mieser Grapscher gerne hätte, hätte ich den Ruf als notgeiler Bock. Bei meiner teils difusen Ausdrucksweise, scheue ich da das Risiko.

Längerfristiges Sich-Versteifen auf einen Wunschpartner aus dem eigenen Umfeld, bei dem man nicht landen kann, anstatt sich zügig anderen Interessenten zuzuwenden
Sarah: 7 1/2 Jahre, Kerstin: 5 Jahre, Steffi: 1 1/2 Jahre – Ja, ich versteife mich definitiv zu sehr auf ein Objekt.

Nicht-Beherrschen des notwendigen Verhaltensrepertoires, um dauerhafte Beziehungen herzustellen, z.B. Kompromissbereitschaft gegenüber Wünschen und Ansichten anderer Das kann ich bei mir mal ausnahmsweise nicht feststellen.


Leiden an einem tiefer gehenden seelischen Problem bzw. einer psychischen Erkrankung wie Depression, Soziale Phobie, Asperger-Syndrom oder der Körperdysmorphen Störung
Ich hatte mal zeitweise das Gefühl an Sozialer Phobie und Depressionen zu leiden, aber so ernst ist es dann doch nicht.

Angst vor Nähe und Intimität, Bindungsangst
Nein, wie schon bei „Problematische Einstellungen zu Körperlichkeit“, wenn ich mir sicher bin das mein Gegenüber meine Nähe wünscht, bin ich dabei.

Unglückliche familiäre Situation während der Kindheit, z.B. fehlende Zärtlichkeiten, frühes Drängen in eine Erwachsenenrolle, das Ausfallen des Vaters als männlicher Identifikationsfigur für den Sohn, „überbehütetes“ Aufwachsen
Nein, trifft auf mich nicht zu.

Mobbing-Erfahrungen in Kindheit und Jugend
Naja. Rote Haare, Clerasil-immune Pickel, die Eltern eher Arm – Ich war schon ein guter Boxsack, um andere höherwertig erscheinen zu lassen. Zum Glück hat es mich nicht stark eingeschränkt und hatte gute Freunde.

Zufallsbedingte ungünstige Lebensläufe, insbesondere während der Phase der Pubertät, z.B. längere Krankheit, Scheidung der Eltern, Umzüge, Außenseitertum – einschneidende Ereignisse, die davon abhalten, erste Erfahrungen mit Liebe und Sex zu sammeln
Trifft nicht auf mich zu.

Demographische Ungleichgewichte (z.B. „Männerüberschuss“)
Soweit ich weiß, sind die Männer bei den 18 bis 25-jährigen leicht in der Überzahl, aber das halte ich nicht für einen großen Faktor.

In der Untersuchung von Robin Sprenger wird die Ursachenvielfalt als gordischer Knoten beschrieben. Demnach sind Einzelursachen nicht geeignet, Erklärungsansätze für die Gesamtheit der Betroffenen zu liefern, gleichzeitig können sie im Einzelfall aber durchaus hinreichend sein.

Somit bleibt festzuhalten, dass ich doch deutliche Probleme bei der Partnersuche habe und auch in Zukunft haben werde. Und während ich immer mehr Verständnis dafür habe, dass ich so erfolglos dabei bin, so bin ich auch ein wenig angepisst, weil es die zu findenen, potenziellen Partnerinnen sind, die einem schüchternen und nachdenklichen jungen Mann nicht das nötige Verständnis entgegenbringen, wenn er einen heiden Respekt vor ihnen hat. Ich liebe Frauen und ich würde auch nie zu einer Professionellen gehen, wenn ich auch noch so sehr mit meiner Jungfräulichkeit hadere. Es gibt einfach keinen Druck den ich diesbezüglich nicht aushalten kann. Ich ärgere mich zwar maßlos über die verpassten Chancen und lasse die Enttäuschungen an mich heran, habe viele Fehler gemacht und lerne trotzdem nicht aus ihnen. Jetzt stehe ich wenigstens mit meiner Ausbildung und der Wohnung deutlich besser da, als noch vor ein paar Jahren. Ich muss mich nicht immer um einen guten Ruf kümmern, wenn ich schon immer keine Anstalten gemacht habe irgendwie irgendwo als Schwein dazustehen.

Dieser Blogeintrag soll jetzt wenigstens als Hilfsmittel dienen, dass ich wenigstens einmal aus der Vergangenheit lerne und wenn es nur das ist: Wenn irgendwann nochmal eine Frau, auf die du stehst, dich zum küssen auffordert: KÜSS SIE, DU ARSCH!!!

3 Antworten zu “Fuzetsu – Auch 2015 ein „Absoluter Beginner“”

  1. nana sagt:

    Gut geschrieben, das muss man dir lassen 🙂
    Ich kann deine Probleme nachvollziehen, verstehe aber nicht, dass du von den Frauen erwartest, dass sie auf dich zugehen. Das funktioniert einfach nicht.
    Solange du den Eindruck vermittelst, dass du nicht willst (dabei willst du ja, aber aufgrund mangels an Selbstbewusstsein vermittelst du das Gegenteil und vergräbst dich – denn wer will schon dich?) … also solange du den Eindruck vermittelst, dass du nicht willst, spricht dich keine Frau an. Es sei denn die Alte durchschaut dich und steht auf Schwächlinge.
    Ändere deine innere Einstellung und bald wirst du eine Frau haben, der du alles bedeutest.

  2. Darkeagle sagt:

    Hi Fuzetsu,

    kenne dich von consolewars und chillmo, du mich vermutlich aber nicht 😉 … ist auch egal. Ich kann zumindest mein früheres ich fast 1 zu 1 in dem Text wiedererkennen und möchte dir einfach ein paar Tipps mitgeben. Ich kann nämlich gut nachvollziehen wie sehr du dir eine Beziehung wünschst und nur aufgegeben hast, weil du denkst das könnte nie funktionieren.

    Schüchternheit: War ich immer, ich wurde so erzogen, auch in der Schule teilweise gemobbt und konnte das nie richtig ablegen. Glaub mir vielen Leuten geht das so auch großen Managern die Milliarden bewegen aber Angst vor Frauen haben. Du musst einfach mehr eine Leck mich am Arsch Einstellung bekommen und darfst dich nicht so sehr von Kleinigkeiten aus der Bahn werfen lassen. Dazu gehört, dass du Erfolgserlebnisse hast egal wie klein diese sein mögen. Ich war früher schlank habe über die Jahre wegen einer Schilddrüsenerkrankung (Hashimoto Thyreoiditis) viel zugenommen. Habe mich zusammengerissen und mit eiserner Disziplin, gesunder Ernährung und Sport in den letzten Monaten 20 Kilo abgenommen und werde nochmal 10 abnehmen um auf Normalgewicht zu kommen. Ich mache das nicht in erster Linie um auf Frauen attraktiver zu wirken, denn abgesehen von dem Gewichtsproblem sehe ich meiner Meinung nach ziemlich gut aus, ich mache das um mich selbst in meiner Haut wohl zu fühlen. Du musst wissen, dass Frauen jede Unsicherheit merken, sie bemerken Körpersignale, wie du sprichst, wie du dich gibst, ob du kongruent in deinen Aussagen bist. Tu das was dir Erfolgserlebnisse verschafft und dich so selbstbewusster macht. Rechne mit Misserfolgen und verbuche sie als Möglichkeit zu lernen. Wenn du einen Korb bekommst muss das nicht an dir liegen. Du musst fester Überzeugung sein, dass du gut genug bist, dann wird dich das Mädel auch so sehen, weil sie spürt dass du es so siehst.

    Geringes Selbstwertgefühl: siehe oben. Was das emotionale angeht hast du recht. Wie willst du ein Mädel begeistern und mitreißen, wenn du selbst nur traurig und depressiv bist. Keiner ist immer nur gut drauf, solange du kongruent bist und das ausdrückst was du fühlst ist es ehrlicher und authentischer, aber solltest du wirklich Probleme mit Depressionen haben suche einen Arzt auf oder versuch dir anderweitig zu helfen. Ich war nie beim Arzt hatte aber zumindest depressive Verstimmungen die von meiner Stoffwechselstörung (Schiilddrüse) und der ständigen Entzündung im Körper herrührten. Die Folge war ein krasser L-Tryptophan Mangel (Vorstufe von Serotonin). Seid ich dieses supplementiere geht es mir viel besser und ich schlafe auch besser. Das ist aber kein Aufruf das auf eigene Faust zu nehmen (ist nur eine Aminosäure, aber generell sollte man sowas mit seinem Arzt absprechen, ich habe nur kein Vertrauen mehr in Ärzte).

    Soziale Kontakte: Dazu musst du auch aktiver werden und deinen Teil beitragen. Ich war auch oft der Typ der lieber zu Hause hing und gezockt hat. Wenn dich Leute Fragen ob du wo mitkommst, überwinde häufiger deinen Schweinehund und geh mit. Sind alles Erfahrungen die dich weiterbringen. Sei kommunikativer, setze dir Ziele und rede mit Menschen einfach nur so um soziale Interaktion zu üben ;-). Auch mit Mädels. Sie müssen dir auch für den Anfang nicht gefallen. Ist alles eine Frage der Übung und irgendwann wird dir dein Körper sagen: Hey das ist ja ganz normal und die beißen gar nicht.

    Small Talk: Ist total wurst. Wichtig ist nicht was du sagst sondern wie du es sagst. Der erste Eindruck zählt, das ist wahr und meistens wissen wir in den ersten paar Sekunden ob wir jemanden sympathisch finden oder nicht. Hierbei zählen aber unterbewusste Signale wie Gestik, Mimik, Körpersprache allgemein etc. viel mehr als das was gesagt wird. Sei dir außerdem im Klaren darüber, dass du schüchtern sein darfst, auch für das Mädels ist es meistens keine alltägliche Situation. Sprich es an und die Sache ist vom Tisch. Du wirst merken dass ihr euch beide wohler fühlt und es einfacher wird. Nur wenn du halt bis zum Ende gar nicht auftaust wird sie dich als komisch abstempeln.

    Mode: Du musst nicht in dem teuersten Scheiß rumlaufen, aber entwickle einen eigenen Style. Ziehe an worin du dich wohlfühlst. Ich laufe gerne im lässigen Skater Outfit rum mit Baseballcap. Wichtig ist dass du dich damit wohl fühlst. Eine Sache weniger um die du dir Gedanken machen musst. Du gehst ja auch nicht unangemessen zum Vorstellungsgespräch.

    Zu hohe Ansprüche: Hatte ich, habe ich vielleicht immer noch. Die Frage ist was ist zu hoch? Stelle Mädchen nicht auf ein Podest. Hinter ihrer teilweise hübschen Fasade verbirgt sich oftmals auch nur ein verunsichertes kleines Kind. Wenn du ein geiler Typ bist und überzeugt davon bist ist das aussehen vollkommen egal. Allgemein denkst du wie fast alle Männer die von der weiblichen Psyche keine Ahnung haben. Für uns Männer ist Aussehen mit das Wichtigste an einer Frau, auch wenn wir es ungerne zugeben (natürlich muss der Charakter passen). Für Frauen ist deine Persönlichkeit und dein Verhalten tausendmal wichtiger. Hast du dich mal gefragt warum die hässlichsten Typen die größte Fresse haben und dann auch noch die hübschesten Mädels bekommen? Genau aus diesem Grund. Hätten sie dieses Selbstbewusstsein und die große Fresse nicht würden sie gnadenlos untergehen.

    Lies dazu „Verdopple deine Dates“ von David DeAngelo

    Oder schau dir Videos auf Youtube von den Real Social Dynamics (RSD Freetour, RSD Tyler etc.) an. Dann wirst du verstehen wie Frauen ticken.

    Die Theorie alleine reicht aber nicht, du musst sie auch anwenden und in der Praxis lernen.

    Grapscher: Glaub mir flirten hat nichts mit Grapschen zu tun. Wenn du ein Mädel gut findest sag es ihr ganz offen und ehrlich. Frauen stehen null auf Anmachsprüche oder dummes um den Brei Rumgelaber. Geh hin sag hey ich mach sowas nomalerweise nicht, aber ich finde dich echt süß / interessant und würde dich gerne kennenlernen. Das kommt in 90% der Fälle super an. Sei dir bewusst, dass die Frauen nicht darauf gewartet haben von dir angesprochen zu werden. Es wird welche geben die gerade einen wichtigen Termin, einen Freund oder sonstwas haben und gerade kein Interesse haben. Sei deshalb nicht gleich gekränkt. Lauf zur nächsten und mach weiter.

    Signale: Glaub mir Frauen senden dauernd Signale, du musst nur lernen sie zu erkennen. Wie findest du heraus ob sie dich mag? Baue Körperlichkeiten ganz beiläufig ein. Berühre sie am Arm wenn du ihr ein Kompliment über ihren Pullover machst. Umarme sie zur Begüßung. Versuche ihre Hand zu halten etc. Du merkst sofort ob sie es duldet, es sogar mag oder ob sie zurückzieht oder ein ablehnendes Verhalten an den Tag legt. Wenn du zu weit gegangen bist, lass von ihr ab, entschuldige dich und wechsel das Thema Sie wird merken, dass du ein Typ bist, der sie respektiert und kein geisteskranker Psychopath oder Grapscher. Gerade das sind Momente in denen du zeigen kannst wie respektvoll du mit ihr umgehst und kein Faux Pas wie du denkst ;-).

    Das war jetzt eine ganze Menge Text, aber ich wollte dir einfach mal einen Schritt in die richtige Richtung helfen. Tust mir leid, weil ich weiß wie es dir geht.

  3. Beziehungsupdate? sagt:

    […] erstaunlich, dass es Leute tatsächlich manchmal auf alte Postings von mir schaffen. Mein Beitrag Fuzetsu – Auch 2015 ein „Absoluter Beginner“ hat der gute Darkeagle vor kurzem sehr ausführlich kommentiert. Seit Januar 2015 hat sich mein […]

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